gescheitheiten zum drübernachdenken.

{was ist eigentlich sexy?}

{kathrins gedanken.}

{dannis gedanken.}

“i have lived my life in a culture that hates fat people. from magazine covers to late-night talk-show hosts. from would-be employers to would-be lovers. i have felt the judgmental scorn of society’s contempt for people like me. it is against all odds that i’ve managed to arrive in my mid-thirteies with any self-respect and self-worth. it’s a miracle that i laugh every day and walk through my life wth pride and confidence, bacause our culture ist unrelenting when it comes to large people. i don’t understand it and i doubt i ever will. we hurt nobody. we’re just fat.”

camryn manheim, aus: wake up, i’m fat!

“nach diesem buch machen sie nie wieder eine diät. der grund: dicksein macht nicht krank, sondern der hysterische schlankheitswahn. in seinem neuen buch ‘esst endlich normal!’ klärt deutschlands berühmtester ernährungsspezialist udo pollmer die hungernden auf. die diät-lügen: ‘dicke bekommen häufiger krebs.’ stimmt nicht! studien beweisen: höheres gewicht ist mit geringerem krebsrisiko verbunden. ‘wer zuviel zucker isst, bekommt diabetes.’ stimmt nicht! diabetes hat nichts mit süßem essen zu tun. ‘sport macht schlank.’ stimmt nicht! nach auswertung vieler studien zeigt die uni yale: ‘man kann nicht sagen, dass gesteigerte körperliche aktivität den altersgemäßen gewichtszuwachs tatsächlich verhindert.’ (...)”

f. stüwert, aus: der BILDzeitung, oktober 05

“if you are fat, and no more than 30-80 pounds heavier than average, it’s possible to maintain “normality” by cutting your caloric intake to approximately half of the average intake (often to levels that the UN recognizes as starvation); if you’re really heavy, it will be six tablespoons of food per day, and you’ll often be expected to undergo dangerous surgery to make sure of that - and in the end, you’ll regain weight anyway, so you must continue to gradually wean yourself off food entirely, if possible. of course, you must also work out a couple of hours every day, and maintain the regimen for the rest of your life. nevermind that your soul dies, nor that your body often dies, too.
all you have to do is reconize that you are subhuman, and are not entitled to spend many of your non-work and non-sleep hours on things like reading to your kids, taking courses to improve your professional status, or other such disreputable non-aerobic activities. oprah winfrey does it, doesn’t she? (...)”

hanne blank, aus: big, big love

“imagine being a teenager and knowing that you are very different from your friends and classmates. it’s not that your look any different. you wear the same kind of clothes they do, and you listen to the same music. you might be on the football team or the cheerleading squad, you might look like the ultimate all-american kid, but you know that deep down you are different. and you know, furthermore, that no one you know would even begin to understand it if you tried to explain, because it’s not who you are, it’s who you get crushes on that makes you different. you know that the other kids would practically crucify you if you put up a picture of the person you have a crush on in your locker at school, so you don’t. when people ask you why, maybe you avoid the subject, or maybe you lie. why? well, judging from the conversations you have, the books you read, and the television shows you watch, you’re pretty sure that no one else gets crushes on the same kinds of people you do.
the people you get crushes on are fat. (...)’

hanne blank, aus: big, big love

"(...) meine augen haben jetzt wahrscheinlich einen dummen, ekstatischen ausdruck. er hat mich losgelassen. er liegt auf dem rücken, die hände unter dem kopf, die beine höchst entspannt gespreizt. beeindruckt von der massiven ruhe dieses üppigen nackten körpers neben mir atme ich stockend aus. (...)

magriet de moor, aus: der virtuose

"(...) sehr viele leute, die statistisch gesehen übergewichtig sind, sind völlig gesund; es gibt eine ganze skala von gesunden körpergewichten. Als ergebnis jener übertreibung haben aber millionen von menschen milliarden von dollar für den fruchtlosen versuch ausgegeben, gesünder zu werden, indem sie sich einer diät unterzogen. dabei haben sie nicht auf die gravierenden folgen für die gesundheit geachtet, auf das, was einem solche diäten und der sogenannte jo-jo-Effekt, das schnelle absinken und anschließende jähe wiederansteigen des körpergewichts, in physischer wie in psychischer hinsicht abverlangen. (...)"

richard klein

"(...) nicht erst fettsein, sondern schon rundlich- oder dicksein ist gemeinsam mit dem viel-essen an die stelle des tabus sex getreten. dicksein kann nicht nur sünde sein, dicksein gilt manchem als todsünde. dicksein ist etwas böses, eine anomalie, eine missbildung. dicksein ist eine bösartige, teuflische ausgeburt des fleisches, die im wahrsten sinne des wortes herausgeschnitten werden muss. dicksein ist eine missbildung, eine behinderung, für die man zu büßen hat. daher ist es nur zu verständlich, dass nach einer studie der universität münster 20 prozent der befragten frauen zu einem künstlichen abort bereit wären, wenn ihnen vorausgesagt werden würde, dass sie ein kind mit angeborener neigung zum übergewicht zur welt bringen würden.(...)"

volker caysa

"(...) wir lernen schon in jungen jahren, dass dicksein etwas ist, für das man sich schämen muss. Und dicke menschen werden auf schmerzliche weise stigmatisiert. einschlägige untersuchungen zeigen, dass kinder dicken altersgenossen gegenüber negativere gefühle haben als gegenüber anderen mit verschiedenen behinderungen, sei es, dass sie im rollstuhl sitzen, ihnen eine hand fehlt oder sie im gesicht enstellt sind. selbst Kinder mit lebensbedrohlichen chronischen krankheiten sind lieber krank als dick. (...)"

judith rodin